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BHSW- Firmengeschichte

Firmengeschichte der BHSW Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH

Am 06. August 1860 gründeten die Brüder Leonhard, Theodor und
Andreas Lüttgens in Saarbrücken die Waggonfabrik Gebrüder Lüttgens, die sich mit der Herstellung von Gleisweichen und Weichen-Herzstücken für Eisenbahnen, schweren Schmiedestücken, Zugbrücken für den Festungsbau sowie Grubenförderwagen befasste.

Die ersten Lieferungen wurden für die preußischen Staatseisenbahnen ausgeführt. In der Folgezeit wandte sich das Unternehmen ganz dem Bau
von Schienenfahrzeugen jeglicher Art zu. Zu den Hauptabnehmern zählte die Deutsche Reichsbahn, aber auch ausländische Abnehmer gehörten zum Kundenstamm der Waggonfabrik.

Die günstige Lage nahe der Burbacher Hütte befähigte das Unternehmen Selbstentlader, Kran- und Kesselwagen, Schienen- und Tiefladewagen für
Eisenbahnen, sowie Erztransport-, Kübel- und Schlackenwagen für Gruben und Hüttenwerke wirtschaftlich herzustellen.

Als im Jahre 1969 die letzten Familienangehörigen aus dem Unternehmen ausschieden, wurde die ARBED S.A., Luxemburg neuer Anteilseigner des
Werkes, das nun unter dem Namen ARBED Gebr. Lüttgens Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH firmierte.

Neben der Waggonbautätigkeit, vor allem für die Deutsche Bundesbahn, wurde durch den Bau moderner und rationeller Werksanlagen das
Fertigungsprogramm um die drei Schwerpunkte Stahlhochbau, Brückenbau, Behälter- und Rohrleitungsbau erweitert.

Im Zuge der Einbringung der Betriebsstätte Burbach der ARBED S.A. in die Röchling´sche Eisen- und Stahlwerke GmbH, im Jahr 1971, ging auch die Beteiligung an ARBED Gebr. Lüttgens GmbH auf die aufnehmende Gesellschaft über, die später in die heutige Saarstahl AG umgewandelt wurde.

Ausgelöst durch den Konkurs der Muttergesellschaft Saarstahl AG im Jahre 1993, musste auch das Konkursverfahren über das Vermögen der
Burbach-Homburger Stahl- und Waggonbau GmbH eröffnet werden. Dennoch wurde der Geschäftsbetrieb weitergeführt.

Nach der Gründung und Übernahme des Geschäftsbetriebs durch die neu gegründete Auffanggesellschaft, BHSW Burbacher Stahl- und
Waggonbau GmbH, erwarb die SAARSTAHL AG zum 01.01.1998 die Beteiligung an dieser Gesellschaft zu 100 % . Der Sitz des Unternehmens
ist Saarbrücken-Burbach. Als Tochtergesellschaft der zum 11.12.2001 aus dem Konkurs herausgegangenen Saarstahl AG beschäftigt die BHSW
Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH derzeit 194 Arbeitnehmer in den kaufmännischen und technischen Bereichen.

Auf einem Fabrikgelände von rund 50.000 Quadratmetern sind die Werkstätten und Verwaltungsgebäude des Unternehmens eingerichtet.

Daneben verfügt die Firma über Montagestützpunkte an allen Produktionsstandorten der Saarstahl AG in Völklingen, Burbach und Neunkirchen.

1860 Gründung der Waggonfabrik Gebrüder Lüttgens firmengeschichte
1910 Waggonfabrik Gebrüder Lüttgens OHG
1916 Waggonfabrik Gebrüder Lüttgens GmbH
1969 ARBED Gebrüder Lüttgens Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH
1971 Röchling-Burbach Stahl- und Waggonbau GmbH
1982 Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH
1986 Verschmelzung mit der Otto Wolff Homburger Bau GmbH zur Burbach-Homburger Stahl- und Waggonbau GmbH
1993 Konkurseröffnung über das Vermögen der Burbach-Homburger Stahl- und Waggonbau GmbH -Weiterführung des Geschäftsbetriebes
1994 Gründung der Auffanggesellschaft BHSW Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH
1998 Saarstahl AG i.K. übernimmt Beteiligung an BHSW Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH Beendigung des Konkurses der BHSW
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